Nachhaltig verpackt – für eine bessere Zukunft

Dermapharm geht voran: Die erste recycelte Arzneimitteltube in Deutschland

Dermapharm AG Unternehmensgruppe geht den nächsten Schritt und verwendet ab sofort als erstes deutsches Pharmaunternehmen recyceltes Aluminium zur Herstellung aller Arzneimitteltuben. 16 Mio. Tuben pro Jahr, davon 9 Mio. Tuben in Deutschland werden ab sofort mit 100% recyceltem Aluminium hergestellt. So können insgesamt 75 Tonnen neues Primäraluminium jährlich eingespart werden. 

  • Tuben bestehen aus 100% recyceltem Aluminium

  • Erste recycelte Arzneimitteltube in Deutschland

  • 68% weniger CO2 Emissionen1

  • Upcycling und Recycling durch geschlossenen Kreislauf2

 

1) im Vergleich zum globalen Durchschnitt
2) für das verwendete Aluminium

Warum ist recyceltes Aluminium besser?

Recyceltes Aluminium spart enorme Mengen an Energie und Ressourcen. Bei der Herstellung wird bis zu 95 % weniger Energie benötigt als bei der Produktion von Primäraluminium. Das liegt daran, dass kein Bauxit abgebaut und keine energieintensive Elektrolyse durchgeführt werden muss.

Zusätzlich wird bereits entstandener Verpackungsmüll genutzt – darunter gebrauchte Tuben, Aerosoldosen oder ähnliche Produkte aus dem Gelben Sack. Dieser hochwertige Post-Consumer-Recycling-Abfall (PCR) enthält einen hohen Anteil an reinem Aluminium. Durch die Wiederverwendung bleibt dieses Material im Umlauf, was den Bedarf an neuem Primäraluminium erheblich reduziert.

Rondenproduktion

Handel

Sammlung & Sortierung

Produktion der Aluminiumtuben

Entsorgung im gelben Sack oder bei Sammelstellen

Recycling & Wiederaufbereitung

So bleibt der Kreislauf geschlossen und das bei gleicher Qualität.

Rondenproduktion

Produktion der Aluminiumtuben

Handel

Entsorgung im gelben Sack oder bei Sammelstellen

Sammlung & Sortierung

Recycling & Wiederaufbereitung

FAQs

  • Ist die komplette Tube recycelt?

    Ja, der gesamte Aluminiumanteil der Tube besteht aus recyceltem Material. Lediglich der Verschluss wird weiterhin aus Primärkunststoff gefertigt.

    Warum kein recyceltes Plastik?

    Im Arzneimittelbereich ist recyceltes Plastik derzeit nicht erlaubt, da strenge regulatorische Vorgaben und Reinheitsanforderungen gelten. Es besteht das Risiko von Verunreinigungen oder Migration von Stoffen ins Arzneimittel. Erst wenn sichere, geprüfte Verfahren verfügbar sind, könnte sich das ändern.

  • Wie wird die CO₂-Einsparung berechnet?

    Die Einsparung ergibt sich aus dem deutlich geringeren Energieverbrauch bei der Herstellung von recyceltem Aluminium. Bei Recycling entfällt der energieintensive Abbau von Bauxit und die Elektrolyse, die für Primäraluminium notwendig sind. Stattdessen wird vorhandenes Aluminium eingeschmolzen, was bis zu 95 % weniger Energie benötigt. Zusätzlich kommen kürzere Transportwege und weitere Effizienzgewinne hinzu.

    Die Berechnung basiert auf einem Vergleich mit dem globalen Durchschnitt und wurde durch eine extern durchgeführte Lebenszyklusanalyse (LCA) bestätigt.

  • Welches Aluminium wird verwendet und woher kommt es?

    Das Aluminium stammt überwiegend aus dem Gelben Sack in Deutschland, sowie aus anderen PCR-Quellen. Grundsätzlich kommt das recycelte Aluminium aus Zentraleuropa.

  • Bleibt die Qualität gleichwertig und wie wird dies sichergestellt?

    Ja, die Qualität bleibt auf dem gleichen hohen Niveau wie bei Tuben aus Primäraluminium. Das recycelte Aluminium (PCR-Material) wird zunächst eingeschmolzen. Anschließend wird die Schmelze sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass alle Legierungselemente im richtigen Verhältnis vorliegen und die definierten Grenzwerte eingehalten werden.
    Erst nach dieser Qualitätskontrolle wird die Schmelze zu Ronden verarbeitet.
    Darüber hinaus werden regelmäßige Prüfungen an den fertigen Tuben durchgeführt, beispielsweise zur Tubenhärte, für die es klare Spezifikationswerte gibt. So wird sichergestellt, dass die Tuben die gleichen funktionalen und qualitativen Eigenschaften wie bisher erfüllen.